Strahlungsarmes Mühltal
BürgerInitiative für ein strahlungsarmes Mühltal

Unsere Messergebnisse in und um Mühltal

Anfang 2019 wurde in Trautheim der Sendemast am Kirchberg deutlich aufgerüstet: dort sind nun über 15 Sendeanlagen installiert. Im Sommer 2021 wurden weitere Mühltaler Mobilfunkmasten neu bestückt, u. a. der Mobilfunkmast am Datterichplatz: dort sind nun statt drei insgesamt 18 Sendeanlagen zu finden.  

Seither gibt es immer wieder Hinweise und Anfragen von Mühltalern bei der „Bürgerinitiative für ein strahlungsarmes Mühltal“, weil die Mitbürger gesundheitliche Auswirkungen bemerkten. Schon ab einer Strahlung von 150 µWatt/m2 können bereits Auffälligkeiten wie Kopfschmerzen, Depressionen, chronische Müdigkeit, Reizbarkeit und Schlafstörungen auftreten (letzteres auch schon ab 4 µWatt/m2), so dass Baubiologen für den Schlafplatz sogar nur Werte von 0,1 µWatt/m2 empfehlen! Dies liegt weit unter den offiziellen Grenzwerten. 

Wer in der Bevölkerung seither Veränderungen an sich festgestellt hat, soll uns gerne kontaktieren.

Hier ist eine gute Übersicht, welche Symptome bei welcher Strahlung entstehen können.

Wie in der Mühltalpost angekündigt, haben wir in der Zwischenzeit Messungen zur Strahlungsintensität von Mobilfunkmasten und Mobilfunkgeräten vorgenommen. 

Die Ergebnisse finden sich in folgender Tabelle. Besonders problematisch halten wir die Strahlung der Sendeanlage am Datterichplatz, da dort unmittelbar die Bebauung anschließt. Die Hauswände schirmen zwar einen Teil der Strahlung ab, doch das reicht unter Umständen nicht aus für diejenigen Menschen, die sensibel auf Strahlung reagieren. Weiterhin nimmt die Strahlung zwar mit der Entfernung ab, doch vor allem an Kreuzungspunkten von Hauptstrahlrichtungen verschiedener Sendeanlagen können dann auch wieder deutlich höhere Werte erreicht werden. Deshalb planen wir, mehr Details auf einer Landkarte festzuhalten und zur Verfügung zu stellen. 

An den Messergebnissen fällt weiter auf, dass die Strahlung der hauseigenen Geräte deutlich höher ausfallen kann. Im Gegensatz zur permanenten Strahlung der Sendemasten kann jeder die Strahlenbelastung im eigenen Einflussbereich deutlich reduzieren. In unseren Downloadbereich gibt es dazu mehr Informationen. 


Messort

Zeitpunkt

Gemessene Strahlung 

Sendeanlagen am  Kirchberg & Datterichplatz

November/Dezember 2021

1.000 µWatt/m2 (direkt an Sendeanlage)

Goethestraße (Traisa, zw. Rosengarten und evang. Kirche)

Dezember 2021

100 - 150* µWatt/m2 (ohne Sichtkontakt zu Mobilfunkmast),
600 µWatt/m2 (mit Sichtkontakt zu Mobilfunkmast auf dem Feld in Richtung Bahnhof)

Wald am Kirchberg

November 2021

500 - 1000 µWatt/m seitlich ca. 100 m vom Mast entfernt; < 100* µWatt/m unten am Berg

Alte Darmstädter Straße (Trautheim)

November 2021

80 - 100*  µWatt/m (Höhe Elfengrund); 
150 - 200* µWatt/m (Höhe Villa Trautheim)

Smartphone (iPhone SE)

Januar 2022 für ca. 1 Minute

4.000 - 8000 µWatt/m (direkt an Quelle)

WLAN-Router 

Dezember 2021

20.000 µWatt/m (direkt an Quelle)

DECT-Telefon

September 2021

15.000 µWatt/m (direkt an Quelle)

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Weitere Daten folgen...

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Gemessen wurde mit den Geräten von Gigahertz Solutions: HF38B, HFW35C [hochfrequente elektromagnetische Strahlung] und ergänzend ME3840B [niederfrequente elektromagnetische Strahlung].

* Die gemessenen Werte sind noch nicht mit einem sogenannten Crest-Faktor korrigiert, der durch die Verwendung einer Log-Per-Antenne entsteht. Basierend auf Erfahrungswerten von einem Experten müssten die Messwerte noch mit dem Faktor 4 multipliziert werden, um Reflexionen und Einstrahlungen von anderen Seiten korrekt zu berücksichtigen.