Strahlungsarmes Mühltal
BürgerInitiative für ein strahlungsarmes Mühltal

Die 5-Gretchenfragen: Antworten der FDP Mühltal

1. Wie wichtig ist Ihrer Partei/Wählergemeinschaft der kabelgebundene Glasfaserausbau hier in Mühltal bis an jedes Haus/Gebäude gegenüber dem zusätzlichen flächendeckendem Ausbau von mobilem 5G mit Frequenzen ab 3 GHz, für das viele weitere Sendeanlagen nötig wären? Wo liegt Ihre Priorität?

Wir setzen uns intensiv für einen schnelle Glasfaserausbau ein. Positiv dabei ist, dass durch viele kleinere Sendeeinheiten die Kommunikation mit geringerer Strahlungsenergie erfolgen kann . Die alten Hochleistungssendemasten können dann stillgelegt werden.

2. Wenn Ihrer Partei/Wählergemeinschaft der Ausbau hier in Mühltal mit 5G wichtig ist: Worin sehen Sie den konkreten Nutzen einer flächendeckenden mobilen Versorgung mit 5G, obwohl viele mobilen Anwendungen (inkl. dem autonomen Fahren) bereits mit bestehender Mobilfunktechnologie wie WLAN und LTE funktionieren bzw. funktionieren würden?

Wir setzen uns für den flächendeckende Versorgung mit 5G-Standard über viele Sendeeinrichtungen ein. Selbständiges Arbeiten zu Hause ist in vielen Fällen nur bei einer guten Dateninfrastruktur möglich. Die Umwelt wird durch die wegfallenden Fahrten geschont. Auch durch eine schnelle Vernetzung von Information können Ressourcen eingespart werden. Das oft genannte Thema des autonomen Fahrens sehen wir eher perspektivisch.
Es ist für uns keine aktuelle Begründung.

3. Der Leiter des Technikfolgenausschusses des Bundestages, Prof. Armin Grunwald, nennt 5G ein Experiment am Menschen. Was kann aus Ihrer Sicht damit gemeint sein?

Wir kennen diese Aussage nicht und können sie daher auch nicht kommentieren.

4. Brüssel, Genf, die Bürgermeister von elf großen französischen Städten, 594 italienische Gemeinden sowie deutsche Kommunen wie Starnberg, Bad Wiessee und v. m. haben sich für ein Moratorium zu 5G ausgesprochen. Können Sie sich vorstellen, in Mühltal den Beispielen von Brüssel, Genf und anderen zu folgen, die für sich einen vorläufigen 5G-Stopp verhängt haben, bis die Risiken sicher geklärt sind?

Nein, wir sehen es nicht so wie diese Städte und kennen auch deren konkrete Entscheidungssituation nicht. Wir setzen auf Glasfaserausbau und damit verbunden die Umsetzung des 5g-Standards in ganz Mühltal.

5. Wer soll die Haftung bei Schäden durch Mobilfunk tragen? Der Betreiber oder die Allgemeinheit? Die Schweizer Rückversicherung Swiss Re hat Mobilfunkstrahlung schon 2013 in die höchste Risikokategorie eingestuft. D.h., Schäden durch Mobilfunk sind nicht versicherbar (Haftpflicht-Deckungsausschluss für Anlagen und Handy). Wie wollen Sie mit diesem Risiko umgehen?

Die höchste Belastung geht vom Mobilfunkgerät aus. Die wirkt dann auch teilweise direkt auf den Körper. Es liegt daher am individuellen verhalten der Marktteilnehmer, strahlungsarme Geräte zu kaufen und Dauertelefonate nur mit Kopfhörer zu machen.   Der Handelnde ist selbstverantwortlich für das Risiko, das er eingeht.